GRÜNE News aus Wachtberg Januar 2026

Am 10. Januar 2026 trafen wir GRÜNEN Wachtberg  uns trotz Schneetreiben zum gemeinsamen Frühstück. „GRÜNER TREFF Wachtberg“. Ein Format, das wir sicher fortsetzen werden – mal am Morgen und auch mal abends. Interessierte sind jederzeit willkommen! Nächster Termin kommt bald.

„Seltene Erden“: Gewerbeflächen in Wachtberg

GRÜNE Wachtberg fordern modernisiertes Gewerbeflächenkonzept

Im Gegensatz zu Nachbarkommunen wie Meckenheim, Rheinbach oder Alfter stehen in Wachtberg nur noch wenige Gewerbeflächen zur Verfügung. Wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen hier anzusiedeln und die Gewerbesteuereinnahmen entsprechend zu erhöhen, sollte daher ein klares Interesse der Wachtberger Wirtschaftsförderung sein. Denn: Jeder Euro hilft, die Gemeindefinanzen zu stabilisieren und verringert den Druck auf die Grundsteuer.

Doch die Verwaltung möchte die wenigen vorhandenen Flächen an Fraunhofer verkaufen, den inzwischen größten Arbeitgeber in Wachtberg. Auf den ersten Blick scheint das sinnvoll. Das renommierte Institut braucht viel Platz – so viel Platz, dass die Gemeindeflächen im Villiper Gewerbegebiet kaum ausreichen. (Die Wachtberger „Kugel“, das Radon, ist von diesen Plänen nicht betroffen.)

Doch die Sache hat einen Haken: Als gemeinnütziges Forschungsinstitut fällt dort keine Gewerbesteuer an. Sollen wir wirklich das knappe Gut freie Gewerbefläche an jemanden verkaufen, der dem Gewerbe diese Fläche für immer entzieht – und damit auch die Chance auf bessere Gemeindefinanzen?

Das ist noch nicht alles: Wir weisen Anfragen von Handwerksbetrieben zurück, die sich sehr gerne unter den vorgegebenen Rahmenbedingungen in Wachtberg ansiedeln würden. Begründung der Verwaltung: Das Flächenkonzept im Gewerbegebiet ließe ein solches Unternehmen nicht zu.

Also muss der Rat hier aktiv werden. Die GRÜNEN fordern ein modernisiertes Gewerbeflächenkonzept, das sich auch Handwerksbetrieben weiter öffnet. Es darf nicht mehr vorkommen, dass wachsende Unternehmen Wachtberg verlassen, weil ihnen vorhandene Fläche nicht angeboten werden.

Und Gewerbeflächen ohne Gewerbesteueroptionen muss man sich leisten können –Wachtberg kann es sich nicht leisten und Fraunhofer wird sicher in der nahen Umgebung fündig werden.

Verbesserungen an Bushaltestellen „Am Hang“ und „In der Held“: Tempo runter und Wetterschutz installiert

Seit mehr als zehn Jahren wird in Niederbachem die Einrichtung einer barrierefreien Bushaltestelle an der L123 in Höhe der Einmündung „In der Held“ geplant. Umgesetzt werden soll sie mit einem umfassenden Umbau der Kreuzung „In der Held/Mühlenstraße“. Bis es so weit ist, wurde als Übergangslösung die Bushaltestelle „Am Hang“ eingerichtet.

Diese provisorische Haltestelle war lange Zeit weder barrierefrei noch mit einem Wetterschutz ausgestattet. Hinzu kam, dass in Fahrtrichtung Bonn unmittelbar an der Haltestelle noch Tempo 70 erlaubt war – und das auf einer Strecke von weniger als 400 Metern, bevor ab dem Ortseingang Bonn wieder Tempo 50 gilt. Gerade außerhalb der Schulferien nutzen zahlreiche Schulkinder diese Haltestelle.

Diese Situation haben wir GRÜNEN im Fachausschuss und auch beim Straßenverkehrsamt des Kreises immer wieder bemängelt. Diese Hartnäckigkeit zahlte sich nun aus: Nach den Sommerferien 2025 wurde immerhin ein provisorischer Wetterschutz mit Sitzgelegenheit aufgebaut. Kurz nach Weihnachten setzte der Landesbetrieb Straßenbau zudem die vom Straßenverkehrsamt angeordnete Reduzierung auf Tempo 50 um.

Ganz zufrieden ist Ingo Steiner, GRÜNES Gemeinderatsmitglied und Mitglied im Kreistag, dennoch nicht. Er nutzt die Haltestelle regelmäßig und sagt:

„In Fahrtrichtung Berkum ist die temporäre Wartehalle in Ordnung, mehr ist dort nicht machbar gewesen. Aber gerade in Richtung Bonn wäre mit Nutzung der hinter der Haltestelle liegende Brachfläche eine bessere Lösung möglich gewesen. Zumal davon auszugehen ist, dass die Realisierung der richtigen Haltestelle „In der Held“ noch mehrere Jahre dauern wird.“

Ingo Steiner, GRÜNES Ratsmitglied

Trotzdem überwiegt das Positive: Nach der Einführung von Tempo 30 an den Bushaltestellen in Berkum konnte nun mit Tempo 50 außerorts ein weiterer Haltepunkt sicherer gemacht werden. Wir GRÜNEN bleiben an diesem Thema weiter dran.

Faszinierende Welt der Bienen: Onlinevortrag

Wildbienen sind ein ökologisch wichtiges Thema und wir wissen viel zu wenig über ihre Bedeutung. Unsere Expertin Dr. Inge Bischoff aus Bonn (Botanische Gärten Universität Bonn) holt uns zu diesem Thema ab und beantwortet viele Fragen, zum Beispiel:

  • Was haben die Wildbienen je für uns getan?
  • Warum ist mein Insektenhotel immer leer?
  • Lohnt sich das, Wildbienen zu fördern, wenn ringsherum Pestizide gesprüht werden?

Dr. Inge Bischoff ist ausgewiesene Kennerin von Wildbienen und ihrer Ökologie. Sie führt uns auf eine spannende Reise durch die Welt der Wildbienen, kenntnisreich und praxisnah beleuchtet sie biologische Fakten und politische Notwendigkeiten.

Alle Informationen zu der Veranstaltung finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.